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In Gesundheitseinrichtungen werden zunehmend Patientendaten in elektronischen Akten verwaltet und genutzt. Diese Informationen umfassen z.B. die Patientengeschichte, Allergien und aktuelle Medikamenten, Laborbefunde oder Impfinformationen. Teilweise erhalten nun auch Patienten die Möglichkeit, auf diese Daten zuzugreifen, zum Beispiel über ein webbasiertes Patientenportal (wie zum Beispiel die Elektronische Gesundheitsakte in Österreich). Dies soll die Patienten besser über die eigene Behandlungsplanung und individuelle Therapieergebnisse informieren und so die Qualität der Patientenversorgung erhöhen. Ziel einer an der UMIT TIROL durchgeführten Studie war es, den Nutzen dieser Patientenportale systematisch zu untersuchen. Hierzu wurde ein Cochrane-Review mit dem Titel „Adult patient access to electronic health records“ erarbeitet und nun in der Cochrane Library veröffentlicht.

Die systematische Übersichtsarbeit, die in Zusammenarbeit mit drei UMIT TIROL Departments entstanden ist, zeigt, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse für den Nutzen von Patientenportalen noch nicht ausreichend klar sind. „Die Frage, ob Patientenportale dem Patienten einen Nutzen bringen, wenn er darauf zugreifen kann, kann derzeit noch nicht beantwortet werden. Dafür gibt es noch zu wenig Forschungsstudien in ausreichender Qualität, deshalb ist hier weitere Forschungsarbeit notwendig“, sagt die Koordinatorin des Projektes Univ.-Prof. Dr. Elske Ammenwerth, die an der Universität UMIT TIROL das Institut für Medizinische Informatik leitet.

Das Cochrane Review wurde in Zusammenarbeit mit den UMIT TIROL Departments für Biomedizinische Informatik und Mechatronik, Pflegewissenschaft und Gerontologie sowie Public Health, Versorgungsforschung und Health Technology Assessment erstellt. Es wurde kürzlich von Cochrane angenommen und in der Cochrane Library publiziert.

Cochrane ist ein internationales Netzwerk, das wissenschaftliche Grundlagen für Entscheidungen im Gesundheitswesen bereitstellt. Im Zentrum seiner Arbeit stehen die sogenannten Cochrane Reviews. Diese systematischen Übersichtsarbeiten fassen die gesamte wissenschaftliche Evidenz zu einer konkreten Fragestellung aus der Medizin oder Gesundheitswissenschaften zusammen. Cochrane Reviews gelten weltweit unter Fachleuten, Patienten und in der Politik als vertrauenswürdige Informationen aus der Medizin und angrenzenden Fachgebieten.

Quelle: Ammenwerth E, Neyer S, Hörbst A, Mueller G, Siebert U, Schnell-Inderst P. Adult patient access to electronic health records. Cochrane Database of Systematic Reviews 2021, Issue 2. Art. No.: CD012707. https://doi.org/10.1002/14651858.CD012707.pub2.

Informatik für Menschen - Informatik mit Menschen

Schlüsseldisziplin für die Gesundheitsversorgung von heute und morgen

Das Jahr 2020 hat wieder einmal eindrücklich die enormen Chancen der Digitalisierung im Gesundheitswesen aufgezeigt. Anwendungen wie virtueller Arztbesuch, mobile Gesundheits-Apps, intelligente und vernetzte Patientenakten oder „KI“ für die Entscheidungsunterstützung sind für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung essentiell. Neue leistungsfähige Methoden der Analyse gesundheitsbezogener Daten ermöglichen tiefe Einsichten für die medizinische Forschung („Data Science“). Diese Entwicklungen werden das Gesundheitssystem der Zukunft nachhaltig voranbringen und die Gesundheitsversorgung verändern.

Die Medizinische Informatik ist die Schlüsseldisziplin für diese Entwicklungen und damit weit mehr als „Computer im Gesundheitswesen“. Sie beschreibt, wie klinisches Wissen entsteht, wie es geteilt und wie es in Patientenversorgung und Forschung sinnvoll genutzt wird. Die Medizinische Informatik treibt die Entwicklung der Gesundheitsversorgung maßgeblich voran und ist heute so wichtig wie Anatomie und Pathologie im letzten Jahrhundert.

Im Master-Studium Medizinische Informatik* an der UMIT TIROL bilden wir Sie zu international gefragten Expertinnen und Experten aus, welche diese Entwicklungen mitgestalten. Gemäß unserem Motto „Informatik für Menschen – Informatik mit Menschen“ lernen unsere Studierenden, über den technischen Tellerrand hinaus zu schauen. Sie lernen, in interdisziplinären Settings aktuelle Probleme im Gesundheitswesen zu analysieren und sozio-technische Lösungen zu entwickeln und umzusetzen – für eine moderne, qualitativ hochwertige und auch in der Zukunft leistbare Gesundheitsversorgung.

* Studienbeginn im September 2021 vorbehaltlich der Akkreditierung durch die AQ Austria.

Erste Informationen zum finden sich auf unserer Webseite.

 

Die nächste Studiengruppe für den ULG Health Information Management startet im September 2021. Der ULG führt in zwei Varianten bis zum Abschluss Master of Arts.

Das voll akkreditierte online-basierte Studium vermittelt fundiert und praxisnah Kompetenzen bezüglich des IT-Einsatzes im Gesundheitswesens.

In unserem Universitätslehrgang bieten wir moderne und spannende Inhalte, wobei unser preisgekröntes didaktisches Konzept das gemeinsame erfolgreiche Lernen in einer interdisziplinären und internationalen Gruppe unterstützt. Dabei erfolgt das Lernen zeit- und ortsunabhängig - wann und wo Sie möchten.

Informationen und Anmeldung: http://www.umit.at/him

In einer internationalen Benchmarking-Studie hat das Institut für Medizinische Informatik gemeinsam mit Partnern verschiedene eHealth-Indikatoren in 14 Ländern verglichen. Die Ergebnisse fasst u.g. Abbildung zusammen. Entsprechend der festgelegten Benchmarking-Kriterien schneidet Finnland am Besten ab - gefolgt von Südkorea. Die Details zur Studie sind in der Fachzeitschrift Methods of Information in Medicine publiziert  (Link zum Volltext). 

 

Kürzlich ist ein neuer Pflegeinformatik-Blog gestartet. Unter https://www.pflegeinformatik.at/ finden sich Beiträge zu Pflegeinformatik, Pflegemanagement, digitaler Dokumentation und Fortbildung. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, sich an den Diskussionen zu beteiligen.

Frisch bei IOS Press erschienen: Health Information Management: Empowering Public Health. Das Buch bietet auf 240 Seiten Grundlagen zu Public Health, HealthCare Organization, Health Care Management, Health Analytics and Biostatistics und Health Informatics. Vom Institut für Medizinische Informatik waren Elske Ammenwerth und Werner Hackl an diesem Buchprojekt beteiligt, welche im Erasmus-Projekt PH-ELIM entstanden ist.

Am 1. Juli konnte Rektorin Univ.-Prof. Dr. Sabine Schindler das Zertifikat für Professionelle Hochschullehre der UMIT TIROL an Ass.-Prof. Dr. Werner Hackl überreichen. Das Zertifikat bestätigt umfassende hochschuldidaktische Kompetenzen, langjährige Lehrerfahrung sowie das Bestreben, die eigenen Lehrkompetenzen kontinuierlich weiter zu entwickeln.
 
Werner Hackl hat erfolgreich alle Voraussetzungen für die Erlangung der Zertifikats erfüllt, darunter die Teilnahme an didaktischen Fortbildungen, die Teilnahme an einem individuellen Coaching sowie die Erstellung eines Lehrportfolios.
 
Zum Abschluss präsentierte er hochschulöffentlich sein Lehrkonzept. Er bezeichnet sich als begeisterten Lehrenden, aber auch als begeisterten Lernenden. Die Arge Hochschuldidaktik würdigte in seiner Empfehlung zur Zertifikatsverleihung die langjährige Lehrerfahrung von Werner Hackl, seine klare Vision für die eigene Lehre, sein Engagement für studierendenzentrierte und moderne Lehrformen und sein kontinuierliche didaktische Reflexion und Weiterentwicklung.
 
Das Rektorat sowie die Arbeitsgruppe Hochschuldidaktik gratulieren sehr herzlich zur Erlangung des Zertifikats!
 
Zum Start des Wintersemesters traf sich die neue Studierendengruppe des Universitätslehrgangs Health Information Management zu den HIM-Netzwerktagen an der UMIT. Während der drei Netzwerktage erhielten die 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg die Möglichkeit, sich und die Lehrenden besser kennen zu lernen. Sie erhielten außerdem wichtige Informationen zur Organisation des Studiums, welches ab nun rein online-gestützt stattfinden wird. Wir wünschen viel Erfolg im Studium!
 

Wir freuen uns sehr über die ersten Master-Abschlüsse im Universitätslehrgang Health Information Management! Im Rahmen der feierlichen akademischen Abschlussfeier am 3. Juli an der UMIT wurden von der Rektorin, Univ.-Prof. Dr. Sabine Schindler, die Master-Urkunden an die Absolventinnen und Absolventen überreicht:

 

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist nicht aufzuhalten. Auch im Pflegebereich bietet dies erhebliche Chancen zur Verbesserung von Qualität und Effizienz der Versorgung. IT-Projekte, welche komplexe pflegerische IT-Systeme betreffen, sind eine große Herausforderung. So müssen u.a. betroffene Prozesse zunächst gut analysiert und verstanden werden, bevor IT-Systeme gezielt ausgewählt und eingeführt werden können. Pflegerische IT-Projekte haben auch Auswirkungen auf andere Berufsgruppen und sind daher interprofessionell zu organisieren. Schließlich generieren IT-Systeme vielfältige Routinedaten, deren sinnvolle Weiternutzung z.B. für Pflegemanagement oder Qualitätssicherung ebenfalls gut zu planen ist.Insgesamt müssen pflegerische IT-Projekte also sorgfältig geplant, begleitet und abgeschlossen werden.

Der Universitätskurs „Professionelle Begleitung von IT-Projekten in der Pflege“ vermittelt fundiert und praxisnah Methoden und Werkzeuge für die Planung und Durchführung von IT-Projekten in der Pflege. Er umfasst fünf online-Module, welche innerhalb von 12 Monaten besucht werden.

Der Universitätskurs richtet sich an berufstätige Personen und findet daher als Online-Kurs statt. Wir setzen dabei moderne und bewährte didaktische Konzepte für das gemeinsame Lernen im virtuellen Raum ein. Dies bedeutet, dass keine verpflichtenden Anwesenheitszeiten an der Universität zu absolvieren sind, auch nicht für Prüfungsleistungen.

Nächster Start: September 2021

Informationen und Anmeldung unter www.umit.at/it-projekte.

 

 

Frau Mag. Renate Nantschev erhielt von der Tiroler Landesregierung bei Vergabe der Tiroler Wissenschaftsförderung eine Unterstützung für ihr Forschungsprojekt ihm Rahmen ihrer angestrebten Dissertation.

Ziel ihrer Forschung ist es, einen Leitfaden zur Sekundärnutzung klinischer Routinedaten für pflegerische Outcome-Analysen zu erstellen. Der Leitfaden soll künftig Kliniken eine Hilfestellung geben, um automatisiert Pflegequalitätsanalysen aus den vorhandenen pflegerischen Routinedaten durchzuführen.

Bild: Rektorin Sabine Schindler (li.) und Landesrat Bernhard Tilg (re.) vergeben die TWF-Wissenschaftsförderung.

 

Im Erasmus+ Projekt PHELIM ("Enhancement of study programs in Public Health Law, Health Management and Health Informatics in Montenegro") geht es um den Aufbau von Master-Studienangeboten im Bereich Health Management und Medizininformatik in Montenegro. Das Institut für Medizinische Informatik war dabei unter anderem an der Entwicklung der Medizinnformatik-Curricula federführend beteiligt.
 
Bereits mit Wintersemester 2019/2020 konnte das neue Master-Studium an der Donja-Gorica-Universität in Podgorica erfolgreich gestartet werden. Mitarbeiter des Instituts haben dabei in enger Kooperation mit Lehrpersonen vor Ort die ersten Vorlesungen übernommen.
 
Vom 22. - 23. Januar 2020 fand nun ein Treffen mit der PHELIM-Projektleitung, Prof. Ramo Sendelj und Prof. Ivana Ognjanović, soweit weiteren PHELIM-Partnern an der UMIT statt, um die Evaluation des neuen Studienprogramms vorzubereiten.